Die Corona-Krise als Chance? Diese Unternehmen haben es geschafft!

Die Corona-Krise als Chance? Diese Unternehmen haben es geschafft!

Corona hängt über dem Jahr 2020 wie ein dunkler, furchteinflössender Schatten. Während sich ein Unternehmenssterben abzeichnet, kämpfen sich andere überraschend erfolgreich durch diese aussergewöhnliche Zeit. Wie kluge Marketing Manager aus der Corona-Krise Chancen kreiert haben, liest du hier.  

Gestern Abend habe ich eine Doku auf Netflix geschaut. Einer der Protagonisten hatte Geburtstag und wurde mit Glückwünschen und Umarmungen überhäuft. Moment. Umarmungen? Heute fühlt sich diese Selbstverständlichkeit irgendwie falsch an. Kurz auf den «Info-Button» gedrückt und schnell wurde klar, dass die Aufzeichnung von 2018 stammte. Lange bevor wir das erste Mal von Covid-19 gehört hatten. Bevor Masken zum ungeliebten Sommeraccessoire mutierten und eine vermeintliche Grippe die Welt in Atem hielt.

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Gewinner der Corona-Krise

Wie in jeder Krise gibt es viele Verlierer. Einige Unternehmungen sind aber als Gewinner aus dem Lockdown hervorgegangen. Und genau hier bestätigte sich eine der wichtigsten Marketingregeln: Wenn du erfolgreich sein willst, dann musst du ein Kundenbedürfnis besser als die Konkurrenz befriedigen. Das heisst aber auch, dass genügend Agilität da sein muss, um sich schnell den veränderten Wünschen der Kunden anzupassen. Diese Unternehmen haben genau das geschafft und trotz Corona-Krise Chancen wahrgenommen:

Praxisbeispiele

Vom hochwertigen Kirsch zum Desinfektionsmittel

Vom Kirsch zum Desinfektionsmittel
Die Etter Söhne AG aus Zug wollten im Jahr 2020 eigentlich das 150-jährige Firmenjubiläum feiern. Geschlossene Restaurants, das Event-Verbot und nicht zuletzt der vollkommen über den Haufen geworfene Alltag machten ihr einen Strich durch die Rechnung. Doch das geschichtsträchtige Unternehmen machte aus der Not eine Tugend: Kurzerhand wurden 2.5 Tonnen Alkohol – basierend auf Kirschbrand – hergestellt und dem Kanton Zug zum Selbstkostenpreis verkauft. Dieser liess daraus dringend benötigtes Desinfektionsmittel für medizinische Einrichtungen herstellen.

Vom Autobauer zum Medizinprodukte-Lieferant

Vom Autobauer zum Medizinproduktelieferant

Corona hat die Autoindustrie kalt erwischt. Gemäss Statista wurden alleine in unseren Nachbarländern Deutschland, Frankreich und Italien im ersten Halbjahr 2020 über eine Million PKWs weniger produziert als geplant. Wie die Automobil Revue berichtet, haben deshalb verschiedene Autohersteller auf das Fertigen von Medizinalprodukten umgestellt: So produzierte Seat plötzlich Beatmungsgeräte in seinen Werken und Lamborghini wurde kurzerhand zum Schutzmasken-Hersteller. Toll, wenn bestehende Produktionskapazitäten sinnvoll genutzt werden können.

Von traditionellen Werbeträgern zu Trennwänden

Von den Werbemittelträgern zum Tröpfchenschutz​

Das deutsche Unternehmen Bruder Werbung ist seit 1962 in der Werbemittel-Produktion tätig. Das Know-how erstreckt sich von Fahrzeugbeschriftungen, über Textildruck bis hin zu modernen Baureklamen. Während der Corona-Krise stellte das Unternehmen seine Agilität eindrücklich unter Beweis: Die bestehenden Produktionskapazitäten wurden für ein neues Produkt eingesetzt, das aktueller nicht sein könnte. Es wurde ein individualisierbarer Thekenaufsteller geschaffen, der dank Husten- und Niesschutz die Verbreitung von Corona eindämmen kann.

Der DAU (dümmster anzunehmender User) in Zeiten von Corona

Alle Nicht-Marketeers werden bei diesem Begriff aufschreien – sorry für so viel Ehrlichkeit! Im Marketing wird häufig vergessen, dass Kunden und Nutzer nicht dasselbe Wissen wie die Hersteller haben. Deshalb sollte immer mit Rücksicht auf den Kunden – nennen wir es am unteren Ende der Fahnenstange – konzipiert werden. Das Tragen eine Maske soll die Übertragung des Virus eindämmen. So weit, so klar. Die Maske entspricht dabei einer Barriere für Tröpfchen, die wir beispielsweise beim Niesen oder Sprechen verteilen. Eigentlich logisch. Eigentlich, denn anscheinend wurde das untere Ende der Fahnenstange nicht bedacht. Und so verfolgten uns in den letzten Wochen und Monaten in den Medien Bilder von … naja, du weisst schon:

Corona_Masken_Marketing_Nein

So nicht.

Corona_Masken_Marketing_Auch

So auch nicht.

Corona_Masken_Marketing_Schon gar nicht

So schon gar nicht!

Marketing-Planung: Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt

In meinem Blog berichte ich häufig über Marketing-Strategien und wie wichtig die Marketing-Planung, z.B. anhand einer Roadmap, ist. Doch ganz ehrlich: Was nützt die beste Planung, wenn es sowieso anders kommt, als man denkt? Meiner Meinung nach sehr viel. Lass mich den Gedanken mit zwei konkreten Beispielen vergleichen.

Stelle dir den Bau eines Hauses vor. Das Fundament stellt sicher, dass das Haus Wind und Wetter widersteht. Genauso verhält es sich mit einer langfristigen Marketing-Strategie. Die Tonalität oder Positionierung verleihen der Unternehmung Stabilität. Dieses «Marketing-Fundament» hilft dem Kunden, sich langfristig mit der Unternehmung zu identifizieren. Elemente wie die Wandfarbe, die Einrichtung oder die Küchenausstattung lassen mehr Spielraum zu. Dasselbe gilt für den kommunikativen Fokus. Dieser kann verändert werden, wenn es die Umstände verlangen. So gibt es immer wieder neue Varianten, die im besten Fall das Fundament unseres Marketing-Hauses zum Strahlen bringen.

Aktuell träumen wir eher vom Reisen und verschieben konkrete Pläne auf später. Aber wir wissen, ob wir eher der Typ Rucksack-Tourist, 5-Sterne-Wellness-Liebhaber oder Städte-Hopper sind. Stelle dir diese Vorlieben als grundsätzliche Strategie vor. Wir werden immer wieder auf diese Art der Ferien zurückkommen, weil wir uns davon den grössten Nutzen versprechen. Welches Hotel gebucht oder welche Stadt erkundet wird, entscheiden wir immer wieder neu. Genauso verhält es sich mit den einzelnen Marketing-Massnahmen. Diese basieren auf der Strategie, können aber immer wieder neu interpretiert werden.

Social Distancing

Social Distancing ist 2020 Realität geworden.

Und die Moral von der Geschichte?

Corona hat die meisten von uns kalt erwischt. Das möchte ich keinesfalls schönreden. Aber ich finde den Gedanken tröstlich, dass auch in einer scheinbar ausweglosen Situation immer Möglichkeiten für Verbesserungen gegeben sind. Ein waches Marketing hilft, diese Möglichkeiten fundiert zu analysieren und das Bestmögliche daraus zu machen.

Was sind deine Erfahrungen mit Corona? Lasse es mich sehr gerne in den Kommentaren wissen.

Ich bin schon sehr gespannt zu sehen, wie sich die Geschäftsmodelle trotz – oder gerade wegen – Corona weiterentwickeln werden.

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Salut! Dein Marketing benötigt ein Facelift? Dann bist du hier richtig! Ich bin Daniela und helfe dir, mehr Kunden zu gewinnen und Stammkunden langfristig zu begeistern.

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